Sonntag, 7. Februar 2010

Jugendwahn in der alternden Gesellschaft

Bild Pixabay
Als fast 60jährige mache ich mir so meine Gedanken zu diesem Thema. Warum eigentlich muss man mit 60 Jahren noch faltenfrei sein und kein graues Haar haben? Sind diese Zeichen nicht gerade das, was einen älteren Menschen liebenswürdig macht? Ist nicht eine grauhaarige Dame mit ein paar Lachfalten sympathischer als eine durch Schönheitschirurgen jünger gemachte Möchtegern-Jugendliche?

Was mir zur Zeit besonders auffällt sind die Werbeaussagen der Hersteller von Gesichtscremes. Es gibt nicht mehr die einfache Fettcreme zum Schutz der Haut vor Sonne, Trockenheit oder Kälte, sondern es muss etwas ganz besonderes sein: eine Anti-Aging-Creme oder Antifaltencreme. Haben wir das wirklich nötig? Müssen wir Geschäftemachern der Industrie das Geld in den Rachen werfen wegen ein paar Versprechungen, nach dem Einreiben ihrer Anti-Aging-Creme um 10 Jahre jünger auszusehen oder Hautfalten um einen bestimmten Prozentsatz zu reduzieren? Ob die Aussagen der Werbung stimmen, sei mal dahingestellt.

Wass soll eigentlich immer der Ausdruck: "Du siehst aber viel jünger aus" oder "Für Dein Alter hast Du Dich gut gehalten"? Eigentlich kann doch der einzelne nicht allzuviel für sein Aussehen. Der eine altert weniger schnell als der andere. Ist es ein Verdienst, jünger auszusehen als andere im gleichen Alter?

Diese Fragen möchte ich den Lesern dieses Blogs einmal allen ernstes stellen. Ich selbst stehe zu meinem Alter und weiß, dass man mit 60 nicht mehr aussehen kann wie ein Teenager. Natürlich sollte man sich auch im Alter nicht gehen lassen. Gegen ein gepflegtes Äußeres ist auch im Alter nichts einzuwenden. Doch habe ich so meine Zweifel daran, dass die Angebote der Industrie und deren Werbeaussagen außer satten Gewinnen in der Kosmetikbranche keinen von den älteren Damen und auch Herren wirklich um Jahre jünger aussehen lassen. Mein Tipp: Stehen Sie zu Ihrem Alter, pflegen Sie sich normal und versuchen Sie nicht, Ihre Lachfalten zu verbergen!

Freitag, 17. Juli 2009

Der Papst zur Wirschaftskrise

Am Anfang der wichtigste zusammengefasste Satz des Papstes Benedikt XVI in seiner neuesten Enzyklika: Wirtschaft braucht ein ethisches Fundament.

Der Papst fordert eine Art globale soziale Marktwirtschaft auf ethischem Fundament. Er beschäftigt sich in seiner "ENZYKLIKA CARITAS IN VERITATE" auf ca. 140 Seiten mit diesem doch finde ich wichtigen Thema. Hier finden sich grundlegende Betrachtungen zu Mensch, Wirtschaft und Entwicklung, aber auch Kritik an Fehlentwicklungen der Globalisierung. Natürlich kann er keine konkreten Lösungsvorschläge geben. Hier sieht er Politik und Wirtschaft in der Verantwortung.

Wie bei so vielen anderen Themen, wie z.B. der Empfängnisverhütung in Afrika, lohnt es sich auch hierbei, dem Papst genauer zuzuhören und ihn nicht sofort zu kritisieren, wie es bei manchen vor allem links gerichteten Politikern, Vereinen, Organisationen und vielen Menschen, häufig voreilig getan wird.

So ist es mir zum Beispiel in einem Forum ergangen, als ich mich nach mehreren Postings zur Papstreise nach Afrika mit dem Inhalt: "Der Papst hat se wohl nicht alle", "er sollte sich nicht in Dinge einmischen, von denen er nichts versteht", etc. einmischte und auf zwei Artikel verlinkte, die doch einiges zu diesem Thema klarstellten. Ich möchte hier auch zu diesen Artikeln einen Link setzen:

Wie weltfremd ist der Papst:

http://www.neon.de/kat/fuehlen/sex/268708.html
Und:
http://www.neon.de/kat/sehen/gesellschaft/religion/76996.html

Anmerkung: Leider sind die verlinkten Artikel nicht mehr sichtbar.

In diesem besagten Forum wurde ich dann darauf hingewiesen, dass man nicht aus jedem Thema eine "Grundsatzdiskussion" herbeiführen könne. Nun, wofür sollten denn solche Foren sonst geeignet sein? Jedenfalls sollte man sich immer umfassend informieren, sonst besteht die Gefahr einer Manipulation und die anderen haben leichtes Spiel. Jede Sache hat bekanntlich immer zwei Seiten. Egal, was von Seiten des Papstes geschieht, es kommen sofort kritische Töne. Es gäbe keine konkreten Lösungsvorschläge, alles sei zu allgemein gehalten usw.

Bevor man über die neueste Enzyklika des Papstes Kritik äußert, sollte man sie wirklich komplett lesen. Hier ein Link:

ENZYKLIKA CARITAS IN VERITATE

Anmerkung: Auch diesen Link kann man nicht mehr aufrufen
Hier ein neuer Link:
ENZYKLIKA CARITAS

Mittwoch, 8. April 2009

Zitat Dürrenmatt

Ein passendes Zitat zum menschlichen Wesen:

Das menschliche Wesen ist dem menschlichen Tun davongelaufen,
das ist unsere Tragik. Trotz aller unserer Kenntnisse
verhalten wir uns immer noch wie die Höhlenmenschen von einst.
(Friedrich Dürrenmatt [1921-1990]; schweiz. Dramatiker)

Dienstag, 7. April 2009

Freiheit

Was bedeutet Freiheit? Die bekannteste Definition ist wohl diese:
"Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wie die Freiheit des Nächsten beginnt."
Sie ist meiner Ansicht auch die wichtigste. Leider wird diese These bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen nicht mehr berücksichtigt. Ein großer Wert wird auf "Selbstverwirklichung" und "Egoismus" gelegt. Wäre es manchmal nicht besser, auch an den Mitmenschen zu denken? Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen?

Leider ist zur Zeit Rücksichtslosigkeit und Egoismus häufiger zu finden als Bescheidenheit. Dies gilt auch für viele unserer Politiker und Manager. Wer muss am Ende ausbaden, was Rücksichtslosigkeit, Machtstreben und Habgier bewirken? Meist ist es der kleine Mann, der sich nicht wehren kann und letzten Endes die Zeche für alles zahlen muss.

Freiheit ist ein hohes Gut. Man muss befürchten, wenn das Gewinnstreben und die Rücksichtslosigkeit in unserem Land weiter zunimmt, dass es auch mit unserer Freiheit weiter bergab geht.

Ein nettes kleines Gedicht von Wilhelm Busch:

Man ist ja von Natur kein Engel,
vielmehr ein Welt- und Menschenkind,
und rings umher ist ein Gedrängel
von solchen, die dasselbe sind.
In diesem Reich geborener Flegel,
wer könnte sich des Lebens freuen,
würd es versäumt, schon früh die Regel
der Rücksicht kräftig einzubläuen.
Es saust der Stock, es schwirrt die Rute.
Du darfst nicht zeigen, was du bist.
Wie schad', o Mensch, dass dir das Gute
im Grunde so zuwider ist.

Afghanistan-Besuch der Kanzlerin

Die Deutsche Bundeskanzlerin besuchte am 6. April 2009 die Deutschen Soldaten in Afghanistan. Einen Bericht hierüber gibt es in Focus online. Man stellt sich doch hier die Frage, für welche Werte werden hier unsere Soldaten eingesetzt. Noch immer nach mehreren Jahren haben dort die Frauen keine Rechte. Geschweige denn, die Taliban wurden unschädlich gemacht.

Es gibt immer mehr Opfer unter den Soldaten. Deutschland wird die Zahl seiner Soldaten in dem Land in den nächsten Monaten von jetzt 3800 auf 4400 erhöhen. Man fragt sich doch wofür? Hat sich in der Zwischenzeit überhaupt etwas geändert. Nach wie vor sieht man Bilder mit verhüllten Frauen, Talibankämpfer, die nicht einlenken wollen. Warum tut die Regierung vor Ort nichts dagegen?